Erneuerbare Energien – was nun?

Zu den regenerativen Energieträgern (EE/RES) zählen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Die Wissenschaftler sind stets auf der Suche nach neuen energieerzeugenden Technologien, wovon u. a. das Beispiel von SMS zeugt. Alle wissen, wie diese Kommunikationsform funktioniert; niemand denkt jedoch daran, dass in Zukunft durch das Verschicken einer Kurznachricht Energie erzeugt werden könnte: Die Push-to-Charge-Technologie wurde von Alexander Parker entwickelt und dahinter steckt die Idee, dass der Handy-Bildschirm mit einer speziellen Schicht bedeckt wird, die eine elektrische Ladung trägt. Dadurch entsteht bei jedem Tastendruck elektrische Energie, mit der ein Gerät aufgeladen werden könnte, und zwar während einer alltäglichen Aktivität.

Denn auf die Wahl kommt es an …

Heutzutage unterscheiden wir folgende Arten von erneuerbaren Energien

  • die Wasserkraft – mithilfe von Wasserkraftwerken und installierten Turbinen wird die Wasserkraft in Strom umgewandelt,

  • die Geothermie – die Wärmeenergie, die aus dem Inneren der Erde kommt, wird in einem Brunnen- und Rohrsystem aufgefangen,

  • die Biomasse – biologisch abbaubare Produkte werden verbrannt und die dabei gewonnene Wärme wird zur Stromerzeugung genutzt,

  • die Windenergie – mithilfe von Windkraftanlagen werden die Windbewegungen in Elektrizität umgewandelt,

  • die Solarenergie – die Photovoltaikzellen werden meistens auf den Dächern befestigt oder auf den Grundstücken platziert, um die Sonnenstrahlen einzufangen und daraus Strom zu erzeugen.

Was spricht dafür und was dagegen?

Es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner erneuerbarer Energien.

Die Energiewendefürsprecher verweisen darauf, dass die Verwendung ökologischer Energieerzeugnisse unsere Umwelt vor Verschmutzung schützen könne, da keine Schadstoffe an die Atmosphäre abgegeben würden. Es wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass die EE-Anlagen eine lange Lebensdauer aufweisen und durch ihre Funktionsweise keine zusätzlichen Abfälle und Abwässer entstehen. Darüber hinaus seien sie auch in einer gewissen Entfernung von anderen Energiequellen einsatzbereit.

Die Energiewendegegner sind der Meinung, dass die Installation energieerzeugender und
-umwandelnder Anlagen hohe Kosten nach sich ziehe. Sie seien auch nicht überall zu platzieren
(z. B. Windparks in einem stark bebauten Gebiet). Außerdem sei ihre Funktionstüchtigkeit wetterabhängig.

Der ökologische Fußabdruck

Es wurde berechnet, dass in der Londoner U-Bahn 89% der Wärme von Zügen, 7% von Fahrgästen und 4% von Unterstützungssystemen erzeugt werden. Daher wird nach einem effektiven Weg gesucht, diese Energie zu nutzen. Wir können uns selbstverständlich noch nicht auf solche Energiequellen verlassen, aber gerade in untypischen Ideen steckt ein großes Potenzial. Wir sollten uns auch dessen bewusst werden, dass bestimmte erneuerbare Energiequellen nicht in jeder Situation einsetzbar sind und verschiedene Arten miteinander kombiniert werden sollten, damit wir das ganze Jahr hindurch energiesparend leben könnten.